Dienstag, 29. April 2014

Pro und Contra Kindergarten U3

Eigentlich ein Thema, was mich noch nicht beschäftigen sollte, würde zur Abwechslung mal irgendwas annähernd so laufen wie geplant.

Geplant war, dass Aleyna nächstes Jahr im August in den Kindergarten geht und ich ab dann Tagsüber arbeite...wie jeder normale Mensch das tut.
Nun ist es aber so, dass ich das Gefühl habe, dass ich das so lange nicht mehr packe. Ich liebe die Nachtschichten ja wirklich sehr, hab sie schon bevor ich Kinder hatte immer gerne freiwillig übernommen. Aber nach knapp 4 Stunden Schlaf ist meine Nacht vorbei und der nächste Tag startet, das geht sehr oft nicht ohne Kopfschmerz- und Koffeintabletten. Das kann und will ich aber nicht mehr.
Dazu kommt, dass die beiden Großen bei der ganzen Sache etwas untergehen, was ich noch weniger will.
Also habe ich mir eingestanden, dass ich mit der Situation so wie sie ist überfordert bin. Aleyna wird immer schwieriger, sie ist inzwischen stark Autoaggressiv und bringt mich an meine Grenzen.
Ich möchte aber für sie da sein, ihr helfen ihren Platz in dieser Welt zu finden. Gestaltet sich nur nicht sehr einfach ab einem gewissen Maß an Schlafmangel.

Heute früh bin ich mit ihr zum Jugendamt gegangen und habe meine Situation erklärt. Ich habe gesagt, dass ich weiss, dass die Anmeldefrist für einen Kindergartenplatz in diesem Jahr angelaufen ist und die Plätze schon vergeben sind. Aber die beiden Damen waren sehr nett und zeigten viel Verständnis, versprachen alle Hebel in Bewegung zu setzen um sie noch unterzubringen. Es wird nicht leicht, da es hier nur einen Kindergarten gibt, der Integrationsplätze für unter 3jährige anbietet. Aber sie haben versprochen, dass ich spätestens morgen bescheid wissen werde.

Ich bin total hin und her gerissen. Einerseits weiss ich, dass es, sollte es klappen, das beste für uns alle wäre. Andererseits frage ich mich, ob es das wirklich wäre?
Ich möchte die Prinzessin doch selbst auf ihrem Weg begleiten, ich möchte dabei sein wenn sie zum ersten Mal verschiedene Dinge tut. Ich möchte nicht, dass das Privileg fremde Menschen bekommen. Ich habe Angst etwas wichtiges zu verpassen.

Vielleicht mache ich mir auch umsonst einen Kopf um die Situation. Vielleicht bekommen wir nämlich garkeinen Last Minute Platz und vielleicht doch und alles wird super.

In welchem Alter sind eure Sprösslinge in den Kindergarten gekommen? Ab 3 Jahre oder schon früher? Wie war es für die unter euch, die die Kleinen auch schon so früh abgeben mussten?




Kommentare:

  1. Ich habe meinen Sohn damals kurz nach seinem 2. Geburtstag in die Kita gegeben. Er hat sich sehr wohl gefühlt und fand es toll mit anderen Kids spielen zu können. Ich bin Erzieherin und kenne daher auch die Situation in der Kita und ich kann dir sagen, dass die 2jährigen kaum neben den 3jährigen auffallen. Außerdem ist es Wahnsinn, was die Kinder so alles miteinander und voneinander lernen. Also mach dir kein schlechtes Gewissen. Wenn die Erzieherinnen gut sind, wird sie einen Riesen Spass in der Kita haben.
    Liebe Grüße
    Stephanie

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  2. Hi. Mein Zwerg geht seit dem er 11 Monate ist zur tagesmutter. Das war das beste was uns passieren konnte! Und da ist er nicht den ganzen Tag- in der Zeit in der er dann zu hause ist kann ich um so besser für ihn da sein.
    Ihm tut es gut und mir auch!
    Lg knutselzwerg

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  3. Hallo,
    ich habe meine Große damals mit 11 Monaten in die Kinderkrippe gegeben!! Mit einem sehr schweren Herzen! Und mit vielen Leuten die mich böse angeschaut haben, weil ich sie schon so früh hergebe! Was mir dann noch mehr das Herz zerrissen hat... Aber es ging nicht anders. Ich will meinen Kindern etwas bieten und habe mich von daher entschlossen wieder arbeiten zu gehen. Und ich muss sagen, meine Große lieeebt ihren Kindergarten bzw. -krippe! Sie hat sich sooo stark weiterentwickelt in allen Lebenslagen, so dass ich schnell gesehen habe, dass meine Entscheidung gut war!

    Ich verstehe deine Situation! Aber ich denke auch, dass es all deinen Kindern gut tut, wenn deine Prinzessin einen Platz bekommt, da auch du so mehr Mutter sein kannst!

    Liebe Grüße,
    Steffie

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