Freitag, 13. Dezember 2013

Auskotzpost

Leider läuft es bei uns immer noch drunter und drüber. Aleynas Diagnose/Krankheit/Behinderung macht besonders mir das Leben sehr schwer. Natürlich war mir klar, dass es nicht einfach werden würde mit einem so besonderen Kind, aber ich frage mich manchmal wie ich das alles die nächsten Jahre überstehen soll, wenn ich mich jetzt schon am Ende fühle?
Mein Alltag die letzten Monate macht mir im Moment sehr zu schaffen, weil ich einfach nie zur Ruhe komme. Egal was ich versuche, wenn ich Glück habe, dann komme ich alle Paar Tage mal zum bloggen/posten bei Facebook, das wars dann auch schon.
Klar haben alle anderen Mamas auch den ganzen Tag gut zu tun, aber dadurch, dass ich Abends um 18 Uhr anfange zu arbeiten, erst um 1:30 Uhr wieder zu Hause bin und um 6 Uhr schon wieder der Wecker geht, komme ich ja nicht mal wirklich zum schlafen. Besonders die letzte Zeit nicht, wo in der kurzen Zeit Aleyna 3 - 4 Mal wach wird und in den Arm genommen werden möchte. Ich würde meinen Alltag ohne meine Koffein- und Kopfschmerztabletten kaum überstehen, denn Vormittags bin ich mit dem Prinzesschen unterwegs, da sie ja zu ihren Therapien gebracht werden muss. Danach wartet der Haushalt, was natürlich auch das kochen beinhaltet. Das ist der nächste Stressfaktor, denn Aleyna hat große Probleme mit dem essen. Nicht, dass sie nicht essen möchte, nein, genau das Gegenteil ist der Fall. Sie möchte am liebsten ununterbrochen essen, was allerdings auch für sie der pure Stress ist. Niemand darf hier etwas essen oder trinken, außer man macht es im Geheimen, denn sonst bekommt sie eine Art Anfall, dann schreit sie ganz schlimm, schmeisst sich selbst rum, schlägt und beisst sich und uns. Restaurantbesuche sind mit ihr unmöglich, jedesmal mussten wir kurz danach wieder gehen, denn die Blicke der anderen Gäste möchten wir ihr und uns nicht antun. Außerdem möchten wir umgekehrt auch den anderen Gästen das Theater nicht antun. Man sieht ihr ihr Problem ja nicht an, somit wird immer ganz abwertend geguckt, als hätten wir einfach nur ein total verzogenes Gör im Schlepptau. Das selbe Problem haben wir beim Einkaufen, sie versucht die Sachen im Wagen samt verpackung zu essen und bekommt einen Anfall nach dem anderen, dazu wieder diese Blicke. Manchmal möchte ich diesen Leuten erklären was Sache ist, manchmal möchte ich sie am liebsten einfach nur anschreien. Aber das tue ich natürlich nicht.
Wir hatten schon 2 Esstherapeuten bei uns, beide mit knapp 20 Jahren Erfahrung...aber beide waren ratlos. Es kann uns einfach niemand sagen was mit ihr los ist. Immer wieder heisste es "Das habe ich auch noch nie gesehen!". Ich hoffe beim nächsten Termin im Krankenhaus bei der Ärztin, die die Diagnose stellte, werden wir etwas schlauer und können auch ihr helfen besser mit der Situation umzugehen.

Im Moment wünsche ich mir einfach nur ein bischen Zeit für mich alleine. Einfach mal ein Paar Stunden alleine um wieder etwas Kraft zu tanken, aber leider ist das nicht umsetzbar.



Kommentare:

  1. Oh je, das hört sich nicht gut an! Vielleicht solltest du dich mal krank schreiben lassen oder eine Kur in Anspruch nehmen, denn wenn du völig ausgebrannt bist kannst du auch nicht für deine Kinder da sein.
    Ich möchte dir nicht reinreden, aber dir Mut machen für dich zu sorgen! Vielleicht ist auch eine Krippe/Tagesmutter eine Option?
    Ich wünsche dir viel Kraft zum Durchhalten!!
    Lg Knutselzwerg

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    1. Daran habe ich auch schon gedacht, aber das ist leider garnicht möglich. Ich bin noch in der Probezeit und mir wurde schon bei Vertragsabschluss erklärt, dass ich, sollte ich ne Krankmeldung abgeben, nicht wieder kommen brauche. Hab mich umgehört, ich wäre nicht die erste, die dann aus anderen Gründen wegrationalisiert würde. Das kann ich nicht riskieren, weil ich auf den Job echt angewisen bin. :o(

      Krippe nimmt sie erst ab 3 und das auch immer nur im August, also wäre sie fast 4 wenn sie geht...hab ich schon versucht. :o/ Und Tagesmutter kann ich mir beim besten Willen keine leisten. Irgendwie ist es gerade ziemlich aussichtslos. :o(

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    2. Hi, hier zahlt das Jugendamt zur Tagsmutter dazu, je nach Einkommen!

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  2. Der Vorherige Kommentar kam von mir,
    mein Mann war noch eingelogt ;)

    LG Steffi

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  3. Ach Suesse das hört sich echt stressig an. Lange schafft man das doch gar nicht. Wie lange hast denn noch Probezeit? Das mit der Kur finde ich auch eine sehr gute Idee. Drueck dich ganz feste

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  4. Hast du denn schon eine Diagnose bekommen?

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