Samstag, 24. August 2013

Kleine Kinder, kleine Sorgen?

Leider ist auch hier bei uns nicht immer eitel Sonnenschein, auch wenn mein Blog vielleicht oft
den Eindruck vermittelt. Hinter den Kulissen sieht es schon lange ganz anders aus!

Die Prinzessin bereitet uns schon lange Sorgen. Sie ist nun genau 19 Monate und 2 Tage alt, kann aber weder sprechen (nicht mal "Mama" oder "Papa"), noch laufen, noch interessiert sie sich für irgendjemanden. Sie ist einfach nur da. Verlernt sogar Dinge, die sie mal konnte oder vergisst was sie gerne mochte.
Seit 1,5 Monaten kann sie sich auf den Bauch und zurück drehen, seit etwa einem Monat alleine hinsetzen. Ohne Carolin, ihre Physiotherapeutin, wären wir aber selbst hier bestimmt noch nicht angekommen.

Unser Kinderarzt hat mich die ganze Zeit über nicht ernst genommen. So oft habe ich ihm gesagt, dass ich mir Sorgen mache, dass etwas nicht mit ihr stimmt! Aber er meinte immer nur sie wäre einfach faul, das wird schon noch. Aber garnichts wird!
Also bin ich mit ihr zu einem anderen Arzt gegangen, der innerhalb der ersten 5 Minuten bemerkt hatte, dass etwas nicht in Ordnung ist und uns an ein Frühförder - Zentrum weiter überwiesen hat. Ich bin gespannt wie ein Regenschirm und kann den Termin am Montag garnicht abwarten.
Angst hingegen macht mir der Verdacht vom Arzt auf frühkindlichen Autismus, denn umso mehr ich darüber lese, desto mehr erkenne ich Aleyna darin wieder.

Es ist alles so unglaublich. Als dieser winzige Mensch auf die Welt kam haben wir alle keinen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass irgendwas nicht mit ihr in Ordnung sein könnte. Wir haben uns so unglaublich darauf gefreut, mit ihr die Welt nochmal neu zu entdecken.
Das nun alles anders gekommen ist, ist schwer zu fassen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sie trotzdem ein möglichst "normales" Leben führen darf.

Kommentare:

  1. Ich wünsche Euch für Montag alles Gute und dass vielleicht doch noch ein kleines Wunder passiert!!! Der andere Arzt, das ist wirklich eine Frechheit! Ich kenne selbst einen Fall, wo ebenfalls gesagt wurde, der Junge sei faul, weil er nie gekrabbelt ist. Erst Jahre später wurde festgestellt, dass er durch die Geburt Blockaden im Rücken und Nacken hatte. Durch einen Osteophaten (wird das so geschrieben?) wurde das dann behoben, allerdings braucht er noch eine Weile, bis er einiges aufgeholt hat. Er ist wohl einfach noch nicht in seiner Mitte, wie man so sagt.
    Gib nicht auf! Ihr seid nun auf dem richtigen Weg!
    Ganz liebe Grüße und viel Kraft!
    Dani Ela

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  2. Danke Dani Ela. ♥

    Das mit den Blockaden hatte Aleyna ja auch und war daher sowieso schon ziemlich spät dran mit allem. Danach hat sie aber trotzdem nicht wirklich mehr gemacht und daher hiess es immer nur sie sei faul.
    Aber dem werd ich nach einer richtigen Diagnose noch einen Besuch abstatten!

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  3. Oh je! Das liest sich nicht schön! Ich drücke euch die Daumen, dass sich alles zum positiven wendet!
    Kinder sind nie faul, sie haben immer einen Grund, wenn sie sich nicht so entwicklen wie erwartet! Unglaublich solche Ärzte!
    Ich wünsche euch alles gute!!!!
    Lg KNutselzwerg

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  4. Hallo Leyona,
    ich kann nachvollziehen wovon du sprichst. Meine Kleine konnte, als sie mit einem Jahr in die Krippe kam, nicht krabbeln, sich nicht alleine setzen und auch nicht reden. Unser damaliger Kinderarzt hat uns auch gesagt es wäre alles in Ordnung und manche Kinder bräuchten eben länger .... Auf mein Bitten bekam ich dann Physiotherapie verschrieben und das hat nach kurzer Zeit richtig viel gebracht. Sie hat gelernt alleine sich zu setzen, zu krabbeln und auch aufzurichten. Eine sehr engagierte Erzieherin in der Krippe sprach mich dann mal an, ob ich unsere Kleine nicht mal bei der Frühförderung vorstellen möchte. Haben wir getan und als dann die Testergebnisse auf mich niederprasselten, habe ich geheult und mich als so schlechte und unfähige Mutter gefühlt. Aber wir haben eine tolle Frühförderin (keine Ahnung wie man die richtig nennt) bekommen und sie hat so klasse ihre Rückstände aufgeholt. Jetzt - 3 Jahre später - hat die Frühförderung aufgehört. Meine Tochter hängt motorisch immer noch ihrer Altersklasse hinterher, kann das aber von selbst aufholen. Sie redet wie ein Wasserfall und hat Spaß am Turnen, Tanzen, Singen und Klettern. Ich drück die Daumen, dass es bei euch auch so abläuft. Kopf hoch!

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  5. Ich hoffe sehr, euer Termin ist gut verlaufen und hat euch ein wenig Entspannung und Hilfe gebracht! Manchmal ist es nicht gut, im Vorfeld zu viel zu lesen über mögliche Krankheiten (auch wenn es schwer ist, ging mir mit Jamies ADS auch so).

    Wäre schön, von euch zu lesen.

    Ganz liebe Grüße!
    Nicole

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  6. Oh je, klingt gar nicht gut. Als ich den oberen Abschnitt gelesen habe, dachte ich auch gleich an Autismus. Hoffendlich ist es nicht so.
    Die Kinderzentren kenne ich gut, da sind wir öfters. Erst mit unserem schwerbehinderten Pflegesohn (er war 4 Jahre bei uns) und nun mit unserer Pflegetochter..... es hört einfach nicht auf. Ich glaube aber nicht, das du sofort eine Diagnose bekommst. Bei unserem Pflegesohn ist gar nichts rausgekommen, er war immer steifer(zu viel Körperspannung)als unsere anderen Kinder und hat seeeehr schwer gelernt. Dazu kam, das einige Fingergelenke steif waren, weshalb er nicht gut greifen konnte.Eine Diagnose gab es nicht, seine Symptome haben einfach zu keiner Krankheit gepasst.
    Man hat uns gesagt, wir müssen ihn so nehmen wie er ist, weil er so bleiben wird.So schwer wie das auch ist, aber genau das haben wir gemacht.
    Aber deine Tochter ist noch klein, da kann noch viel passieren.
    Ich wünsch euch was.
    Liebe Grüße, Corina

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